Aztekensalbei / Wahrsagersalbei

Salvia Divinorum

Trivialname: Aztekensalbei / Wahrsagersalbei
Botanischer Name: Salvia Divinorum
Familie: Labiatae - Lippenblütler
   
Rezepte: 2 vorhanden
Erfahrungsberichte: 7 vorhanden
Links: 10 vorhanden
Bilder: 16 vorhanden
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Namen und Synonyme
Aztekensalbei, Mazatekischer Salbei, Wahrsage(r)salbei, Ska Maria Pastora, Pipilzintzintli, Zaubersalbei.

Botanisch: Salvia Divinorum

Englisch: Diviner's Sage


Beschreibung
Der Zaubersalbei ist ein mehrjähriges immergrünes Kraut, welches bis zu 3m hoch wächst. Es besitzt einen vierkantigen Stengel dessen Kanten oft dünn besäumt sind. Der Stengel ist im Inneren hohl. Die Blätter sind eiförmig und am Rand fein gesäumt und bei optimalen Wachstumsbedingungen tiefgrün.

Die Salvia Divinorum blüht in Mexico zwischen September und Mai sporadisch für 1-2 Wochen. Die Hauptblütezeit ist im Januar wobei nur sehr selten Samen ausgebildet werden. Die Blütenkelche sind bläulich manchmal purpurfarben. Die Kronblätter sind stets weiß.


Vorkommen
Die Salvia Divinorum kommt in der Natur nur in Süd-Mexico im Bundesstaat Oaxaca vor.

Dort gedeiht sie in Regenwäldern aber auch auf kleinen Äckern bei mäßigen Temperturen zwischen 10- 25 °C und hoher Lutfeuchtigkeit.

Seit den 70er Jahren wird sie aber von Pflanzenliebhabern in aller Welt kultiviert.


Geschichte
Die Aztekensalbei wurde erst sehr spät von der "westlichen Welt" entdeckt. Zum ersten Mal erwähnt wurde die Pflanze von dem Anthropologen J.B. Johnson im Jahre 1938. Aber erst im Jahre 1962 wurde die Pflanze eindeutig botanisch als Salvia divinorum beschrieben.

Es wird angenommem das sie nach der Eroberung Mexicos durch die Spanier ins Gebiet der Mazateken gelangte. Heute allerdings ist dies ihr einziges Verbreitungsgebiet. In alten Inquisitionsberichten aus dem Ende des 17 Jahrhunderts wird eine berauschende Pflanze "Pipilzitzintli" erwähnt welche von den Azteken verwendet wurde. Obwohl es keine eindeutigen Beweise dafür gibt geht man davon aus das es die Salvia divinorum ist. Wahrscheinlich wurde sie im Laufe der Zerstörung des Aztekenreiches an den heutigen Standort gebracht.


Drogen und Inhaltsstoffe
Die Blätter der Zaubersalbei enthalten als Hauptwikstoffe die Diterpene Salvinorin A C23H28O8 und Salvinorin B C21H26O7. Wobei sich nur das Salvinorin A als psychoaktiv erwiesen hat. Es konnte zuerst 1982 aus der Pflanze gewonnen werden. Salvinorin A und B sind beides Feststoffe welche in Wasser oder Ethanol schlecht löslich sind. Gut löslich sind sie in Ether oder Chloroform. Der Gehalt an Salvinorin A in den getrockneten Blättern der Aztekensalbei beträgt ca. 1,5 g pro Kilogramm. Der Wirkstoff Salvinorin A ist recht stabil und hält sich in den getrockneten Blättern über Jahre.

Die bewußtseinsverändernde Wirkung tritt schon bei Inhalation von 150-500 Mikrogramm der Reinsubstanz ein.


Eigenschaften und Wirkungen
Die Zaubersalbei wirkt halluzinogen. Diese Wirkung weicht aber stark von anderen Halluzinonen ab. Oft wird davon berichtet das die Personen sich in einen Gegenstand verwandelt fühlen.
Auch das Gefühl, in eine bestimmte Richtung gezogen zu werden, scheint von den meisten Konsumenten empfunden zu werden.

Beim Inhalieren/Rauchen tritt die Wirkung schon nach wenigen Sekunden ein. Sie erreicht schnell den Höhepunkt und nach etwa 10min ist alles wieder normal.

Bei der Aufnahme über die Schleimhäute (Mund) tritt die Wirkiung erst nach 10 bis 15 min ein und hält dann für 1 bis mehrere Stunden an.

Die Salvia Divinorum zeigt bei ca. 80% der Versuchspersonen diese Wirkung. Allerdings treten diese Wirkungen oft erst nach wiederholten Anwendungen auf.

Als Nebenwirkung tritt öfters ein leichtes Unwohlsein, ein Engegefühl im Brustraum und (selten) starke Schweißausbrüche ein. Bei Überdosierung kann ein Kontrollverlust eintreten. Allerdings dauert es nicht lange, und man erlangt die Kontrolle wieder.


Verwendung
Von den Mazateken-Indianern wird der Aztekensalbei bei Kopfschmerzen und Rheumatismus eingesetzt.
Einigen scheit Salvia zumindest für relativ lange Zeit die Kopfschmerzen zu lindern.

Ausserdem bei Blutarmut, Störungen des Stuhlgangs und Urinieren.

Auch wird sie wegen ihrer halluzinogene Wirkung für Wahrsagerituale und für Krankendiagnostik genutzt.


Zubereitung
Die Mazateken nehmen 3-13Paare (also 6-26) frische Blätter der Salvia Divinorum, wickeln diese auf und nehmen das ganze in den Mund. Dort wird es ausgelutscht oder zerkaut. Der Saft darf nicht runtergeschluckt werden sondern muss im Mund behalten werden, da der Wirkstoff über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Aus traditionellen Gründen werden die Blätter immer paarweise genommen.

Die getrockneten Blätter können geraucht werden. Die wirksame Dosis liegt (je nach Qualität der Blätter) zwischen 0,2g-2g. Sehr effektiv ist die Art des Rauchens. Am stärksten ist die Wirkung, wenn die gesamte Menge auf einen Zug (z.B.in der Bong) genommen und möglichst lange inhaliert wird. Da die Wirkung sehr schnell eintreten kann ist es wichtig das für einen eventuellen Kontrollverlust das Rauchgerät sicher abzustellen oder einen Aufpasser dabei zu haben!

Auch sehr gut geeignet sind die sogenannten Vaporizer.

Nicht geeignet ist die Zubereitung als Tee da die Aztekensalbei nur schlecht über den Verdauungtrakt aufgenommem wird.


Kultivierung
Die Salvia Divinorum liebt eine gemäßigte Temperatur zwischen 10-25°C und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ausserdem benötigt sie für ein gutes Wachstum einen nährstoffreichen Boden und ausreichend Licht. Aber kein direktes Sonnenlicht! Wenn sie in Räumen mit geringer Luftfeuchtigkeit gehalten wird sollte sie oft mit weichem Wasser besprüht werden.

Die Pflanze wird fast ausschließlich über Ableger vermehrt. Denn sie bildet sehr selten Samen aus und diese sind auch kaum keimfähig. Auch in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet vermehrt sich die Zaubersalbei auf diesem Wege, Teile der Pflanze brechen ab und bilden dann neue Wurzeln. Zur Vermehrung wird eine ca. 15 cm lange Triegspitze mit einem sehr scharfen Gegenstand (Rasierklinge) abgeschnitten und die unteren Blätter entfernt. Dieses wird dann in ein Glas Leitungswasser gestellt wobei sich bei günstigen Temperaturen (um die 20°C) sich nach ca . 5-10 Tagen die ersten Wurzeln bilden. Wichtig dabei ist eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ausserdem sollte das Wasser oft (täglich) gewechselt werden um die Schimmelbildung zu vermeiden.


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