Färberdistel

Färberdistel - Cartamus tinctorius

Trivialname: Färberdistel
Botanischer Name: Cartamus tinctorius
Familie: Asteraceae - Korbblütengewächse
   
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Namen und Synonyme

Färberdistel, Öldistel, Saflor/Safflor (beides gebräuchlich), Färbersaflor, Deutscher Safran, Falscher Safran

Botanisch: Carthamus tinctorius. Abgeleitet von "kurthum" (arabisch für "färben") und "tinctor" (lateinisch für "Färber")

Englisch: Safflower, Fake Saffron, Zaffer


Beschreibung

Die Färberdistel ist eine distelähnliche, einjährige bis zweijährige, schnellwachsende, krautige Pflanze. Sie wächst aufrecht und die Stängel erreichen Höhen von 60-130cm. Sie hat längliche, stachelige Laubblätter, die am Stängel herab verlaufen. Der kräftige Stamm, der sich nach oben hin verästelt, wächst aus einer tiefgehenden Pfahlwurzel.
Im Juli und August entwickelt die Färberdistel körbchenförmige Blütenstände von ungefähr 3cm Durchmesser mit 20 bis 150 orangefarbenen Röhrenblüten. Als Früchte bildet sie Achänen (Schließfrüchte).
Das Tausendkorngewicht (TKG) beträgt etwa 30g bis 45g.


Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Pflanze erstreckt sich vor allem über Ägypten und Vorderasien sowie Mitteleuropa. Inzwischen wächst sie auch in anderen Teilen Europas, in Nordamerika und in Australien. Sie benötigt ein sommerwarmes Klima, da sie sehr anfällig für Blütenfäule ist.


Geschichte

Die Nutzung der Färberdistel im alten Ägypten ist bereits für die Mitte des vierten vorchristlichen Jahrtausends belegt. Mit ihr wurden Mumienleinwände und andere Gewebe rot gefärbt. Später wurde sie in Nordafrika, Persien, China und (seit dem siebenten Jahrhundert) in Japan kultiviert.
In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde sie aus Ägypten nach Europa gebracht und in den beiden folgenden Jahrhunderten in warmen Gebieten wie Thüringen oder Elsass großflächig angebaut. Dann wurde der Bedarf an Farbstoff immer stärker durch Importe aus Ägypten und Asien gedeckt. Als man um 1900 mit der Verwendung synthetischer Anilinfarben begann, wurde Saflor kaum noch benötigt.


Drogen und Inhaltsstoffe

Die getrockneten Blüten: Sie werden als Färberdistelblüten oder auch als Wilder Safran und Saflorblüten bezeichnat. Die pharmazeutische Bezeichnung ist Flores carthami
Sie enthalten den Farbstoff Carthamin, Glykoside und Polyine.
Aus den Samen wird das Safloröl gewonnen. Andere Bezeichnungen sind Distelöl oder Kardyöl. Pharmazeutisch: Oleum carthami
Es enthält viele essentielle Fettsären wie z-B. Linolsäure, Linolensäure und Ölsäure.


Eigenschaften und Wirkungen

Wegen des hohen Linolsäuregehalts (70-80%) ist Färberdistelöl eines der gesundheitlich wertvollsten Speiseöle.
Die Blüten haben eine anregende Wirkung auf Herz und Kreislauf .
Ausserdem wirken sie fiebersenkend, schmerzstillend und ihnen wird eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.


Verwendung

Aus den Samen wird das Distelöl (auch Färberdistelöl), ein hochwertiges Speiseöl, gewonnen. Wegen des hohen Ölsäureanteils wird es auch in der Industrie eingesetzt.
Mit dem Carthamin können Stoffe wie Seide, Baumwolle oder Wolle rosa, kirschrot, braunrot, braungelb oder auch schwarz (je nach Farbmenge) eingefärbt werden.
Die Blütenblätter werden wegen des Farbstoffs wegen oft als "Safran-Ersatz" verwendet. Tatsächlich ist der optische Effekt der Einfärbung von Speisen kaum von einer Safranfärbung zu unterscheiden. Im Unterschied zum aromatischen Safran ist die Färberdistel jedoch beinahe geschmack- und geruchlos (abgesehen von einer krautigen Note).
Volksmedizinisch werden die Blüten zur Behandlung von Menstruations- und Klimateriumbeschwerden, Verdauungsbeschwerden,Gelbsucht und Masern verwendet.
Äusserlich zur Wundbehandlung, bei Entzündungen und schmerzenden Gelenken.
In der Himalaya-Region werden die Blüten als Räucherstoff verwendet.
In Thailand wird ein Tee mit dem Namen "Love potion No1 " angeboten. Hauptbestandteil sind die Blüten der Färberdistel.


Zubereitung



Kultivierung

Viele schätzen die Färberdistel aus ästhetischen Gründen, da die leuchtenden Blütenblätter einen angenehmen Anblick bieten.
Am besten gedeiht sie auf gut durchlässigen, fruchtbaren Böden in sonniger Lage. Für die Aussaat empfiehlt sich der Zeitraum von Ende März bis Mitte April. Die Samenkörner sollten in etwa 2-3cm Tiefe und mit einem Reihenabstand von 20-40cm gesteckt werden.
Die Blüten können im Sommer geeerntet werden.


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